Demokratie hautnah nachempfinden

Maria-Gress-Schule nimmt an Juniorwahl teil / Grünen als Spitzenreiter bei der Jugend

Iffezheim (Weco) – Schüler*innen im Mittelpunkt politischer Bildung. Mit diesem Slogan werben die Initiatoren der Juniorwahl für ihr Projekt. Durch eine Wahlsimulation können die Jugendlichen dabei Demokratie hautnah erleben und den Wahlakt nachempfinden. Parallel zur Bundestagswahl durften auch die Iffezheimer Schüler*innen vergangene Woche ihre Stimme abgeben: Deutschlandweiter Sieger bei den Juniorwähler*innen waren die Grünen mit 20,6% der Zweitstimmen.

Die Juniorwahl ist ein handlungsorientiertes Konzept zur politischen Bildung an weiterführenden Schulen, das eine realitätsgetreue Wahlsimulation an der Schule auf die Beine stellt und durchführt. Es basiert dabei auf zwei Säulen: Zum Einen die intensive unterrichtliche Vorbereitung, zum Anderen der eigentliche Wahlakt.

Ziel der Juniorwahl ist es, das Interesse der Jugendlichen an Politik frühzeitig zu fördern, die Schüler*innen für politische Teilhabe zu begeistern, sowie Meinungsbildungsprozesse anzustoßen.

An der Maria-Gress-Schule waren die Stufen 8, 9 und 10 wahlberechtigt. An einem Projekttag erarbeiteten sich die Klassen vorab die inhaltlichen Grundlagen. Dabei standen einerseits der Bundestag als politisches Organ sowie der Ablauf des Wahlaktes, und andererseits die sechs großen, im aktuellen Bundestag vertretenen Parteien mit ihren Wahlprogrammen und Kandidaten im Zentrum. Die zehnten Klassen hatten zudem die Möglichkeit, mit den zwei ehemaligen Schülersprechern Mustafa Özkan und Jonathan Kratzer ins Gespräch zu kommen, die von ihrem Weg in die Politik berichteten und zum Abschluss des Projekttages den Fragen der Zehntklässler Rede und Antwort standen.

Anschließend organisierten engagierte Wahlhelfer*innen der einzelnen Klassen unter Leitung von Frau Massier und Frau Weiß den Wahlakt. Dies bedeutete das Erstellen und Führen des Wählerverzeichnisses, das Ausstellen der Wahlbenachrichtigungen, die Vorbereitung des Wahlraumes sowie abschließend das Auszählen der Stimmen durch den Wahlvorstand.

Insgesamt 301 Schüler*innen waren an der MGS wahlberechtigt, wovon 254 ihre Stimme abgaben. Somit lag die Wahlbeteiligung in Iffezheim bei 84,4%. Das Direktmandat konnte mit 33,9% der Stimmen Kai Whittacker (CDU) für sich entscheiden. Die meisten Zweitstimmen gingen an die SPD (29,5%), gefolgt von der CDU (20,1%) sowie der FDP (19,7%). Die Grünen kamen, anders als beim deutschlandweiten Ergebnis, in Iffezheim nur auf 6,7% der Stimmen.

Im Landkreis Rastatt waren die Wahlsieger die FDP (23,7%), die Grünen (19,4%) und die SPD (18,8%).

Im deutschlandweiten Ergebnis entschieden die Grünen mit 20,6% die Wahl für sich, dicht gefolgt von der SPD (19,4%) und der FDP (18,5%).

Im Rahmen des Projektes berichtete auch der SWR über die Juniorwahl an der MGS und diskutierte dabei die Frage nach der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahren mit den Schüler*innen. Dabei waren sich die Befragten allerdings ziemlich uneinig: Einige Jugendlichen argumentierten, dass es ungerecht sei, dass die Älteren über die Dinge entschieden, welche vor allem die Jüngeren beträfen. Andere Schüler*innen waren der Meinung, dass ein Wahlrecht ab 18 durchaus nachvollziehbar sei, da nicht alle Jugendlichen mit 16 Jahren schon verantwortlich damit umgehen würden.

Den vollständigen Bericht des SWR sowie einen O-Ton finden Sie unter https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/schueler-in-iffezheim-und-die-bundestagswahl-100.html .

Weitere detaillierte Wahlergebnisse, auch nach Regionen untergliedert, sind unter https://www.juniorwahl.de/juniorwahl-btw-2021.html abrufbar.

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