Die Kultusministerkonferenz entsandte Schulleiter Bangert als Teaching Professional zur deutschen Delegation beim International Summit on the Teaching Profession (ISTP) 2026 in Tallinn (8.–11. März). Gemeinsam mit Martin Wunsch, Amtschef des Bayerischen Kultusministeriums, vertreten sie die deutschen Lehrkräfte und Schulleitungen. Der Rektor qualifizierte sich durch den 2. Platz des Deutschen Lehrkräftepreises 2024 (Kategorie „Vorbildliche Schulleitung”), für den ihn das Kollegium nominiert hatte und den er 2025 gemeinsam mit seinen Konrektoren Philipp Wetzel und Markus Burster in Berlin entgegennahm.
Das renommierte Forum der OECD und Education International (weltweite Dachorganisation von Lehrergewerkschaften mit über 32 Millionen Mitgliedern in 384 Organisationen aus 178 Ländern) brachte 200 Expert:innen aus Spitzen-Bildungssystemen wie Finnland, Singapur und Estland zusammen. Unter dem Hauptthema „Switching Gears: Teachers and Learners in the Future Learning Environment” standen die Sub-Themen Entwicklung des Lehrberufs, Autonomie von Lehrkräften und Schulleitung sowie Künstliche Intelligenz und Bildungstechnologie im Mittelpunkt.
Präsident Alar Karis persönlich eröffnete das Summit mit einer herzlichen Begrüßung der Delegationen. Bildungsministerin Kristina Kallas referierte über „Bildung in Estland durch Zeiten und Wandel”: Vom Sowjetsystem zum PISA-Spitzenreiter führten seit den 1990er Jahren Lehrerautonomie, flächendeckende Digitalisierung (e-Schule) und dezentrale Entscheidungen. Schulbesuche in estnischen PISA-Schulen demonstrierten Selbstregulation, konsequente EdTech-Nutzung und Lehrkräfte als Begleiter individueller Lernprozesse.
Andreas Schleicher (OECD) forderte eine Neudefinition des Lehrberufs („reimagine what it means to be an educator”), während Education International vor Personalmangel warnte: +21 Prozent Unterrichtsbehinderung durch fehlende Lehrkräfte (2018–2022). Estlands Vertrauensmodell und KI-Diskussionen bieten konkrete Impulse für Iffezheim und die Bildungspolitik in ganz Deutschland.
Herzlichen Dank an die Kultusministerkonferenz, die Heraeus Bildungsstiftung und den Deutschen Philologenverband!
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